Erkältung und Allergien verursacht durch den „frischen Wind“

Der Frühling steht vor der Tür und bringt eine Menge „frischen Wind“ mit sich. Man zerrt an den letzten Kräften, die uns der Winter schon gekostet hat. Die Sonne steht schon wieder höher und die längeren Tage lassen unsere Laune besser werden. Die ersten Jacken werden offen getragen, die Schals werden abgelegt und genau hier setzt aus Sicht der Chinesischen Medizin die Erkältung an. In der Chinesischen Medizin ist eine Erkältung eine Wind Erkrankung. Der Wind verbindet sich meist mit der Kälte aber auch die Feuchtigkeit dominiert noch in dieser Jahreszeit. Die Wechseljahreszeiten Frühling und Herbst bringen immer viel Wind mit sich. Wir nennen das krankmachende Faktoren (pathogene Faktoren) die in den Körper eindringen den freien Qi- Fluss behindern. Unser Abwehr- Qi (Wie- Qi) beginnt zu kämpfen und versucht diese krankmachenden Faktoren zu bekämpfen und wieder „rauszuschmeißen“. In diesem Stadium haben wir Kopfschmerzen, Schüttelfrost, Abneigung gegen Kälte und vielleicht ein bisschen Fieber. Nun ist es wichtig schnell zu handeln und nicht erst zu warten, bis alles tiefer ins „System“ gedrungen ist. In der chinesischen Medizin wollen wir bei einer beginnenden Erkältung mit Fließschnupfen die Poren öffnen und die eingetretene „Wind- Kälte“ mit scharf, warmen Kräutern vertreiben. Das lässt sich mit Hilfe eines Ingwertees sehr schnell in jeden Haushalt realisieren. Einfach ein Stück Ingwer mit Schale kurz aufkochen, 10 Minuten ziehen lassen und dann schluckweise trinken. Die Schärfe des Ingwers (chin.: Sheng Jiang) zerstreut den eingedrungenen, krankmachenden Faktor und die warme Eigenschaft wärmt die eingedrungene Kälte. Es ist allerdings zu beachten, dass bei hohem Fieber, einem roten Kopf, dickes, gelbes Nasensekret Ingwer nicht mehr angewendet werden darf. (auch nicht in der Schwangerschaft) Grundsätzlich empfiehlt sich in einer akuten Erkältungsphase auf Milchprodukte, Weizen und raffinierten Zucker zu verzichten. Prophylaktisch kann man sagen, dass es sehr wichtig ist, besonders den Nacken mit einem Tuch zu schützen. Hier befinden sich an der Schädelbasis Punkte, an denen der Wind besonders gut und schnell eindringen kann. (Gallenblase 20 = Palast der Winde) Das Element Metall steht in der Chinesischen Medizin für die Lunge. Über Akupunktur und auch Chinesische Kräuter kann eine Stärkung dieses Elements erfolgen. Ein Schwäche im Element Metall ist zum Bespiel daran zu erkennen, dass eine relativ hohe Infektanfälligkeit vorhanden ist oder Krankheiten über mehrere Wochen anhalten. Lindenblütentee fördert die Durchwärmung und unterstützt so den Stoffwechsel und das Immunsystem. Ernähren Sie sich gesund und sorgen Sie für ausreichend Schlaf und frische Luft. Ein Frühstücksbrei ohne Milch zubereitet, stärkt das System im Ganzen und ist somit nicht nur gesund, sondern setzt vor allem an der Basis an. Ein saisonale Allergie wie Heuschnupfen stellt auch eine Schwäche im Element Metall dar in Kombination mit einer schwachen Milz (= Element Erde). Es dringt ähnlich wie bei einer Erkältung der „frische Wind“ in die Poren ein, das Abwehr- Qi (= Element Lunge) kann nicht richtig arbeiten und die „Pollen“ (das wäre der frische Wind) bleiben im Körper kleben und kann sich dann in Hitze umwandeln. Der Wind verursacht juckende Augen und wandelt sich alles in Hitze um, zeigt sich dies in den roten Augen. In der akuten Phase lassen sich durch Akupunktur und Chinesische Kräuter schnell Symptome nehmen. Allerdings muss eine Stärkung der Wurzel erfolgen, damit man auch langfristig eine Besserung erzielen werden kann. Diese Stärkung erfolgt in der Zeit, wo der Körper keine Symptome zeigt und das ist meist beginnend im Spätherbst über den Winter.

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