Wie wendet man die Chinesische Medizin an?

  • Akupunktur:

Die Akupunktur ist eine der 5 Säulen der TCM. Man geht davon aus, dass ein behinderter Qi- Fluss Krankheiten verursacht. Durch das Nadeln oder auch Erwärmen festgelegter Punkte, die sich über den gesamten Körper erstrecken, kann man diesen Fluss wieder regulieren und den Organismus zurück ins Gleichgewicht bringen. Hierfür werden sehr feine und dünne Nadeln verwendet, die in der Regel kaum zu spüren sind.

  • Chinesische Kräuter:

Die chinesische Arnzeimitteltherapie ist eine der meist angewendetsten Behandlungensmethoden in China selbst. Es haben in über 2000 Jahren verschiedene Pflanzenbestandteile,wenige tierische Produkte und Mineralien ihrer Wirksamkeit erwiesen. Basierend auf der Diagnose im Sinne der TCM können Rezepte individuell auf jeden Patienten abgestimmt werden. Jedes Arzneimittel, wie z.B. ein bestimmter Teil einer Pflanze hat seine ganz eigenen Charakteristika, welches es zu den anderen unterscheiden lässt. Temperaturverhalten (warm, kalt oder neutral), Geschmack (süß, bitter, sauer, salzig, scharf, neutral, aromatisch, adstringierend) und seine Leitbahn- und Organzugehörigkeit  lassen jedes Arzneimittel besonders werden. So erkennt schon ein Laie, dass Ingwer scharf ist, Pfefferminze kühl wirkt und Rucola einen bitteren Geschmack im Mund hinterlässt. Chinesische Arzneimittel können sowohl bei chronischen als auch bei akuten Krankheiten eingesetzt werden. Die Behandlung mit chinesischen Kräutern gehört in die Hände von qualifizierten Therapeuten, da bei einer falschen Diagnose Symptome sich verschlimmern können.

  • Chinesiche Diätetik:

Chinesische Diätetik beschäftigt sich mit der Ernährungslehre im Sinne der chinesischen Medizin. Oft ist die Denkweise für uns, die nach westlichen Standards leben, schwer nachzuvollziehen. Die Chinesen leben allerdings in ihren Traditionen bis heute. Viele Krankheiten gab es in China lange nicht. Erst mit der Übernahme von westlichen Lebensweisen entwickelten sich viele Krankheiten. Mit einer Anpassung der Ernährung auf den Zustand des einzelnen Patienten ist die Diätetik einer der wichtigsten Säule, auf die der Patient selbst Einfluss nehmen kann. Die richtige Ernährung hilft unserem Körper wieder Qi zu produzieren und macht unseren Körper leistungsfähiger.

  • Moxibustion:

Die Moxibustion wird oft zusammen mit der Akupunktur angewendet und bezeichnet das Erwärmen von Beifußkraut. Man kann das sogenannte “Moxa” direkt auf der Akupunkturnadel platzieren oder z.B. auf einer Ingwerscheibe abrennen lassen. Die Wärme dringt in den Körper ein und vertreibt somit Feuchtigkeit und Kälte und bewegt das Qi. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, das Moxa anzuwenden, z.B. als loses Beifußkraut, dass zu kleinen Kugeln oder Kegeln geformt wird oder gepresst als Zigarre.

  • Gua Sha:

Gua Sha bezeichnet eine Behandlungsmethode, bei der man mit einem Schaber, an dem die Kanten abgerundet sind, mehrmals über die eingeölten, betroffenen Körperstellen “schabt”. Es wird entlang von Meridianen und Leitbahnen geschabt und somit eine stärkere Durchblutung (Sha) verursacht. Es können hier Verfärbungen und Petechienen (kleine Einblutungen auf der Haut) entstehen, die allerdings nicht schmerzhaft sind und nach wenigen Tagen wieder verschwinden. Je stärker die sogenannte “Blutstase” im Sinne der TCM ist, desto ausgeprägter können die Verfärbungen auf der Haut des Patienten sein.

  • Schröpfen:

Ein weiteres Therapieverfahren ist das Schröpfen zum Ausleiten sogenannter pathogener Faktoren und zum bewegen von Qi und Blut. Es können somit Blockaden gelöst und der Energiefluss wieder angeregt werden. Hierbei wird ein Unterdruck in den Schröpfköpfen erzeugt und dann auf den entsprechenden Köperstellen platziert.  Lokal kann es an diesen Stellen zu Verfärbungen der Haut kommen, so genannte Hämatome. Mit den Schröpfköpfen kann auch eine Massage durchgeführt werden, bei der man die unter Sog stehenden Schröpfköpfe über der Haut verschiebt und so einen durchblutungsfördernden Effekt hat als bei klassischen Massagen.

  • Yin- Yang- Balance- Therapie nach Dr. Manaka:

  • Entwickelt wurde diese Therapieform von einem japanischen Arzt, Dr. Yoshio Manaka (1911- 1989).  Mit Hilfe dieser 4- stufigen Behandlungsstrategie kann man einen  Yin- Yang- Ausgleich wieder herstellen.